Friedegunde heißt eigentlich Moritz und ist ein Kater:
Zu Gast bei Cats on Appletrees in Dresden

Was zur Dresdner BRN anno 2011 als Scherz begann, ist mittlerweile mehr als ein erfolgreiches Projekt. Die beiden Grafikdesignerinnen Ines Heidner und Juliane Heidrich sowie Jan Gebert stehen hinter dem Label Cats on Appletrees aus Dresden, das mit seinen Geschichten rund um Friedegunde, die Katze, mittlerweile auch jenseits von Deutschland Bekanntheit erlangt hat.

Vielleicht sind es die oft skurrilen, stets lustigen Geschichten rund um Friedegunde. Vielleicht sind es die immer ausgefallenen Namen der Tierchen. Vielleicht ist es die eigenwillige scherenschnittartige Gestaltung der Figuren. Vielleicht ist es auch einfach all das als Gemeinschaft.

Sicher ist, dass die drei Kreativen von Cats on Appletrees mit dem Erfolg von Katze Friedegunde, Hund Leopold von Bollersbach, Hase Jasper und Co. nie im Leben gerechnet haben. Denn am Anfang stand der Zufall. Eine Verwandte von Juliane hatte zum Neustädter Stadtteilfest, der BRN 2011, der Bunten Republik Neustadt, einen Stand, und nun sollte sich die Designerinnen in ihrem kleinen Designstudio „was ausdenken“, was die Cousine an die Besucher und Touristen verteilen konnte.

Dieses „was“ waren die ersten sechs Postkarten rund um eine Katze, die von einer Hundemeute gejagt und in abstruse Situationen gebracht wird. Oft ist Friedegunde, wie die Katze fortan hieß, in erhabener Position (beispielsweise auf dem berühmten Apfelbaum), während ein Hundestapel meist vergeblich versucht, sie von da oben herunterzuholen. Ein paar Lesezeichen gab es damals auch. Alles zusammen in einer Auflagenzahl, die Ines, Jule und Jan zum Schwitzen gebracht hatte.

Doch die Gestaltung der Tierchen war so liebevoll und mit einem derart hohen Wiedererkennungswert, dass die gesamte erste Auflage schnell verkauft war. Und die ersten sechs Postkarten werden vermutlich heutzutage auf dem Schwarzmarkt zu horrenden Preisen gehandelt. Kurz nach der BRN kamen in immer kürzeren Abständen Fragen nach einer weiteren Auflage und neuen Motiven, anderen Tieren, unterschiedlichen Produkten wie Stempeln und Tassen.

Fortan war das Leben von Ines, Jule und Jan auf den Kopf gestellt. Das Schlafzimmer war zum Plotterraum umfunktioniert worden. Bei den ersten Messen hatten sie ausschließlich Muster dabei, bekamen viele Aufträge und mussten nun in kürzester Zeit produzieren. Das Motto in dieser Anfangszeit hieß: einfach machen, ohne groß zu planen. Und dieses vage Konzept ging tatsächlich auf.

Sieben Jahre später können die drei Inhaber von Cats on Appletrees von ihren Stempeln, Karten, Wand-Tattoos, Memos und Kalendern leben. Ganz neu im Sortiment ist der Adventskalender mit 26 kleinen, exklusiven Stempeln. Der besondere Clou daran ist, dass alle Stempel aufeinander aufbauen. Hinter jedem Türchen versteckt sich neben einem oder zwei Mini-Stempeln eine Illustration als Beispiel und Inspiration. Auf dem Weg zu Weihnachten entfalten sich so kuriose Geschichten, die nach Weihnachten einfach weitergesponnen werden können – nun mit allen 26 neuen Stempelchen.

Wir sind gespannt, was wir von den Cats on Appletrees in Zukunft noch alles erwarten dürfen, sind uns aber bereits jetzt sicher, dass sie uns auch weiterhin begeistern und verblüffen werden.

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