Vernissage
Sonntag, 21. April 2024, 17 Uhr

Einführung: Katharina Arlt, Kunsthistorikerin
Musik: Beatdenker, Postcontemporary Beats

Wir laden Sie und Ihre Freunde sehr herzlich ein.

Zur Ausstellung erscheint eine Vorzugsgrafik.

  • Virtueller Rundgang ab 25. April 2024
  • VIDEO zur Ausstellung ab 12. Mai 2024

In der Ausstellung "expectativas" thematisiert der spanische Künstler Manuel Sanz Mora die "Erwartungen" einer Generation, ihre Hoffnungen, Wünsche, Sehnsüchte sowie Unsicherheiten und Ängste. Wie ticken junge Leute? Was wollen sie vom Leben und wie sehen sie ihre Zukunft? Vertrauensvoll zuversichtlich oder entmutigt, resigniert und frustriert? Mit seiner Malerei eines präzisen malerischen Realismus spürt Sanz Mora diesen Fragen nach und gibt sie zugleich an den Betrachter weiter, zumeist als Konfrontation unmittelbaren Blickkontakts mit den Dargestellten.

Freuen Sie sich auf neue interessante Arbeiten des Künstlers.

Erfahren Sie hier mehr über den Künstler und die Ausstellung ...

Vom 21. April bis zum 30. Mai 2024 zeigt die Galerie art + form in der Ausstellung „expectativas“ Arbeiten des spanischen Künstlers Manuel Sanz Mora. Unter den Exponaten befinden sich neben Leinwandgemälden und Zeichnungen auch neue Motive der beliebten Art Prints mit Dresden-Ansichten des Künstlers, von denen für die Dauer der Ausstellung eines zum Vorzugspreis erhältlich ist.

Manuel Sanz Mora, geboren 1983 in Madrid, absolvierte seine künstlerische Ausbildung in Valencia und auf Teneriffa und ist seit 2010 als freischaffender Künstler tätig. Ab 2012 lebte er einige Jahre in Dresden. In seiner Malerei setzt sich Sanz Mora thematisch mit der Lebenswelt Jugendlicher und junger Erwachsener auseinander, während seine illustrativen Dresden-Prints auf sympathische Weise und mit Witz dynamische Zeichenfertigkeit mit digitaler Farbintensität vereinen.

Die Ausstellung „expectativas“ (Erwartungen) zeigt neue Arbeiten von Sanz Mora, in denen er seine visuellen Eindrücke und Erlebnisse umsetzt. Sie korrelieren mit den Hoffnungen, Wünschen, Sehnsüchten sowie Unsicherheiten und Ängsten einer jungen Generation in Zeiten von Instagram, TikTok und YouTube. Die zentrale und schwierige Aufgabe junger Menschen, die eigene Identität auszuformen, muss heute in Omnipräsenz digitaler Medien bewältigt werden, in welchen die Grenzen zwischen analoger und digitaler Lebenswelt zunehmend unklarer werden. Mediale Selbstinszenierung ist regulärer Bestandteil des Alltags Heranwachsender. Der kontinuierliche Konsum von Inhalten sowie das Posten auf verschiedenen Plattformen, um andere am eigenen (virtuellen) Leben teilhaben zu lassen, geschieht in rasendem Tempo und in immer wieder wechselnden Bildern: Selfies und Schnappschüsse, Momentaufnahmen, teils flüchtig und zufällig, teils in kalkulierter Pose.

Es sind oft solche zufällig entdeckten Bilder im Internet, die den Künstler Sanz Mora innerlich berühren und zu seinen Arbeiten inspirieren. Zunächst entstehen Skizzen, um die Umsetzung in großem Format auf Leinwand vorzubereiten. Im Prozess der Arbeit bildet sich sodann etwas Neues heraus, Teile des ursprünglichen Bildes werden abstrahiert, hervorgehoben, vieles bleibt Fragment.

Die Bilder der Ausstellung „expectativas“ zeigen junge Menschen, ausschnitthaft in unterschiedlichen Situationen: Im Bild „El baile“ tanzt eine androgyne junge Frau in sportlichem Outfit, mit Kapuzenjacke und Volleyball unter dem Arm in knalligen Bonbonfarben vor einem stilisierten Pool. Die Szene erinnert an einen Instagram Post, sie wirkt zugleich besonnt, dynamisch und doch seltsam eingefroren, dazu die Beschriftung „Smash“ auf dem Volleyball: schlagen, schmettern, etwas zerbrechen... Leichtigkeit und Schlagfertigkeit, Geschmeidigkeit und Kraft... Adäquat erscheint das Zitat Muhammed Alis „Float like a butterfly, sting like a bee“, welches als T-Shirt-Aufdruck einer Rückenansicht im Gemälde „El mensaje“ (Die Botschaft) als Leitsatz verstanden werden kann. Im Bild „Autodefensa“ (Selbstverteidigung) berührt der Künstler das subtile Thema von Rausch, Abgrenzung und potentieller Übergriffigkeit. Die figurative Szene, mit dem räumlich eingefügten Schriftzug sowie dem Comicstrip im unteren Bildteil komplementieren sich. Sanz Mora arbeitete hier zunächst mit grellen Sprühfarben und bemalte die Leinwand im Nachgang in Öl, indem er die untere Sprayschicht an einigen Stellen hindurchleuchten ließ. Dieselbe Technik ist in den Bildern „Éxtasis“ (Extase), „El Accidente“ (Der Unfall) und „Paisaje“ (Landschaft) angewandt.

Die Wiedergabe bei Sanz Mora wechselt zwischen präzisem Naturalismus und dezidierter Darstellung der Stofflichkeit einerseits und großzügiger Abstraktion andererseits, ein Bruch, den der Künstler bewusst setzt und der Spannung erzeugt. Beeindruckend plastisch und akkurat sind etwa die textile Beschaffenheit des Pullovers sowie der für Spanien typische Terrazzo-Fußboden im Gemälde „Hogar“ (Zuhause) gestaltet, während die beiden Bildnisse „Sobreexposición“ (Überbelichtung) reduziert und schemenhaft gehalten sind.

Konfrontieren Sie sich sinnlich und mental mit Sanz Moras Kunst und kommen Sie generationsübergreifend ins Gespräch miteinander. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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