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Montag bis Freitag 10-19 Uhr
Samstag 10-18 Uhr
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täglich 24h für Sie geöffnet
Vor Ort in unserer Galerie finden Sie jederzeit zahlreiche weitere Arbeiten der Künstler.
Vielen Dank für Ihr Interesse!
Die drei Künstler Matthias Schroller, Konrad Schmid und Max Grand-Montagne verbindet folgende Gemeinsamkeit: der Holzschnitt! Man könnte annehmen, dass sich ihre Arbeiten aufgrund dieser gemeinsamen Grundlage ähneln. Dem ist aber ganz und gar nicht so, denn jeder einzelne der drei Künstler hat eine ganz eigene und prägnante Handschrift, die, wenn man sie einmal zu sehen versteht, stets erkennbar ist.
Der in Passau lebende Künstler Konrad Schmid ist Meister im Weglassen. Einst waren es äußere Landschaften, die Schmid aufs Papier brachte. Heute sind es innere Landschaften, wie der Künstler selbst gern sagt, wenn er über seine Arbeiten spricht. Immer reduzierter wurden seine Motive, immer abstrakter das Dargestellte. Und je weniger auf seinen Bildern zu sehen sei, desto länger war der Weg dorthin, so Schmid. Gräser und Wiesen, einst seine Lieblingsmotive, lassen sich beim Betrachten seiner aktuellen Werke nur noch entfernt erahnen. Immer wiederkehrend taucht nun die Linie in seinen Holzschnitten auf, die präzise platziert und spannungsvoll mit anderen Bildelementen zu kommunizieren scheint. Das Besondere aber an den so charakteristischen Linien Schmids ist, dass der Übergang eben dieser zur Fläche fließend ist.
Die Arbeiten Max Grand-Montagnes sind durch die drei Komponenten Schwarz, Weiß und Rot geprägt, wobei besonders das kraftvolle Rot unverkennbar ist. Kräftige rote Balken und Quadrate, schwarze Linien und kalligraphisch anmutende Pinselstriche in Schwarz sind immer wiederkehrend auf seinen quadratischen Drucken zu sehen. Pure Abstraktion spricht aus den Werken Grand-Montagnes. Nur selten meint man Architektur und Körper erkennen zu können. Gewollt ist dies vom Künstler keineswegs, denn er hat bereits vor vielen Jahren im Non-Figurativen seine künstlerische Bestimmung gefunden. Jedes Blatt ist ein Unikat und keines der Werke gleicht dem anderen. Und doch habe alle Blätter eine kleine Gemeinsamkeit: das petit carré rouge, wie der Künstler es liebevoll nennt. Ein kleines rotes Viereck, welches gar nicht immer so klein ist, wie es der Name vermuten lässt.
Der Künstler lebt an der französischen Grenze in St. Ingbert und ist international tätig.
Matthias Schrollers Holzschnitte überzeugen durch ihre kontrastreichen und präzisen Schnitte, die auf dem Papier als dynamische Striche agieren und dem Dargestellten Kontur verleihen. Seine Werke tragen Titel wie: Rastplatz, Monaco, Diako und Vilnius und lassen somit erahnen, dass der Künstler seine Inspiration aus Erlebtem zieht. Aus Eindrücken, die er am Meer, auf Reisen oder beim Erkunden seiner Nachbarschaft wahrgenommen hat. Schnell greift er im Alltag zu Papier und Stift, hält das Gesehene fest, um es am Abend weiter bearbeiten zu können. Nicht selten entsteht aus eben diesen gezeichneten Momentaufnahmen ein Holzschnitt. Trivial kommen seine Bildinhalte aber keinesfalls daher. Der Künstler vermag es, mit seinen Motiven Geschichten zu erzählen, Sehnsucht zu erzeugen und Fragen aufzuwerfen.
Matthias Schroller studierte u.a. Malerei bei Max Uhlig und lebt und arbeitet in Dresden.
Ob es nun die ausdrucksstarken Linien Konrad Schmids, die roten Balken von Max Grand-Montagne oder Matthias Schrollers prägnante Striche sind - jeder der drei Künstler überzeugt auf seine ganz eigene Weise und sticht heraus.
Wir würden uns sehr freuen, Ihr Interesse an dieser Ausstellung geweckt zu haben und stehen bei Fragen jederzeit zur Verfügung.
Wo Dunkelheit ist, da ist auch Licht.
Matthias Schroller versteht Dunkelheit und Licht nicht als Gegensätze, sondern vielmehr als Zusammenspiel zweier Kontraste, die das Sehen für das menschliche Auge überhaupt erst ermöglichen. So lassen sich besonders in seinen graphischen Werken feinste Abstufungen von Grautönen finden, die sich zu einer Symphonie von Licht und Schatten verflechten.
Neben architektonischen Formen findet sich immer das Fenster als wiederkehrendes Element in seinen Malereien wieder.
Dieses kunsthistorisch stark aufgeladene Motiv, steht für ein Außen und ein Innen oder aber auch für Vergangenheit und Zukunft. Schrollers stark farbige Fenster zeigen somit die Schnittstelle dieser Welten auf und bilden auf diese Weise auch das potenziell Kommende ab.
Seit den 90er Jahren prägt die Technik des Holzschnittes das künstlerische Werk von Konrad Schmid. Er selbst sagt über seine Arbeit: „Nicht mit der Fülle der Farben und Formen, die das Auge hinreißen und überschwemmen, möchte ich Begeisterung wecken, sondern mit ganz entgegengesetzten Mitteln, mit Andeutungen, mit Abstraktionen und Reduktion. Diese Ästhetik verschiebt die Betonung von der äußeren Form auf einen geheimen inneren Gehalt (…)“. So überzeugen seine Werke mit einer stillen Sachlichkeit, die zum Denken anregen und die Betrachter*innen auf eine Reise ins Innere einlädt.
„… die Kunst möge in erster Linie für sich selbst sprechen… “
Dieses Zitat Grand-Montagnes trifft es auf den Punkt, denn seine Arbeiten bedürfen keiner Zerlegung in Einzelteile und Erklärungen. Feine Linien, rote Flächen und Weggelassenes stehen fest auf dem Papier und sprechen in ihrer Klarheit für sich selbst. Neben seinen stark flächigen Farbdrucken lassen sich auch kalligraphisch anmutende Arbeiten finden.
Seine Werke wirken wie fein komponierte Mixturen aus Abstraktion und Figuration, und die von ihm solitär gesetzten (Pinsel?-) Striche / Linien zeugen in ihrer präzisen Ausführung von großem Können. Eben diese Reduktion des Sichtbaren in seinen Werken lenkt die Aufmerksamkeit auf jedes noch so kleine Detail.