Geschichte und Herstellung der Herrnhuter Sterne

Der Ursprung aller Weihnachtssterne

Vor über 160 Jahren im Schoß der Herrnhuter Brüdergemeine entstanden, gilt der Herrnhuter Stern als Ursprung aller Weihnachtssterne. Anfang des 19. Jahrhunderts leuchtete der erste Stern aus Papier und Pappe in den Internatsstuben der Herrnhuter Brüdergemeine. Von einem Erzieher im Mathematikunterricht gebaut, diente er zum Vermitteln eines besseren geometrischen Verständnisses. Fortan bastelten die Kinder am 1. Sonntag im Advent ihre Sterne und trugen damit diesen Brauch in ihre Familien.

Der Beginn der Manufaktur

Der Geschäftsmann Pieter Hendrik Verbeek erfand am Ende des 19. Jahrhunderts den ersten stabilen, zusammensetzbaren Stern. Das Neue an diesem Stern war sein durchbrochener Metallkörper mit Schienen, auf den die Papierzacken mit Metallrähmchen aufgeschoben werden konnten. Durch diese Neuerung konnte der Stern erstmalig zusammengelegt versendet und zunächst über die Herrnhuter Missionsbuchhandlung vertrieben werden.

Nur echt mit Zacken

In den folgenden Jahren entwickelte Verbeek die Bauweise weiter, gründete die »Sterngesellschaft mbH« und meldete 1925 den ersten körperlosen Stern zum Patent an. Dieses Modell entspricht der heute gebräuchlichen Bauweise – stets mit 17 viereckigen und 8 dreieckigen Zacken. Seit 1991 firmiert das Unternehmen als »Herrnhuter Sterne GmbH« und stellt die Herrnhuter Sterne noch heute traditionell in Handarbeit her.

Internatskinder beim Anfertigen der Sterne Portrait Veerbeck

Pieter Hendrik Verbeek