FAQ Vogelvilla – Wissenswertes und Praxistipps zu Vogelhaus, Nistkasten, Futtervilla und Co.

In vielen Gärten und auf vielen Balkonen stehen und hängen sie bereits. Die bunten Vogelhäuser der Vogelvilla erfreuen vor allem ihre menschlichen Besitzer. Doch locken die Nistkästen wirklich Vögel an? Nutzen Meise, Spatz und Co. das Futterangebot in den Futtervillen? Diese und andere Fragen beantworten wir in unseren FAQ Vogelvilla.

Ende März bekamen wir zum ersten Mal Post von Christiane B. aus München. Etwa zwei Wochen zuvor hatte sie sich den kleinen Nistkasten „Sommerlust“ der Vogelvilla für Ihren Balkon bei uns gekauft. Nur wenige Tage später war bereits ein Meisenpärchen eingezogen und bastelte fleißig am Nest.

Anfang Mai hat uns Christiane B. erneut geschrieben. Mittlerweile hatte sie ein wenig Zeit, um ihre neuen Mitbewohner willkommen zu heißen. An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei Christiane B. bedanken. Über Rückmeldungen freuen wir uns immer sehr. Vor allem, wenn uns Kunden von ihren Erfahrungen berichten. Wenn sie uns spannende Tipps zu den besten Standorten und interessante Tricks rund um die Vogelpflege verraten.

Genau dieses Wissen möchten wir selbstverständlich nicht für uns behalten, sondern mit Dir teilen. Daher haben wir die häufigsten Fragen, die an uns herangetragen werden, hier versammelt und beantwortet. Weitere Fragen kannst Du uns gerne als Kommentar schreiben. Gerne lesen wir auch Deine eigenen Erfahrungen, Tipps und Tricks rund um unsere gefiederten Freunde und ihre Vogelhäuser, Nistkästen und Futtervillen.

 

Allgemeine Fragen zu bunten Vogelhäusern

Wir starten die FAQ Vogelvilla mit den drei wichtigsten Fragen. Sie beziehen sich auf alle Typen von Vogelhäusern. Da geht es um Befestigungen, Rechtliches und ob die bunten Vogelhäuser für Vögel nicht sogar abschreckend sind.

Benutzen Vögel die bunten Vogelhäuser überhaupt?

Oder habt Ihr Euch schon mal gefragt, ob die bunten Vogelhäuser für Vögel nicht abschreckend sind? Die Antwort ist beruhigend und einfach: nein. Vögel können zwar noch mehr Farben wahrnehmen als Menschen. Sie sehen tetrachromatisch, also zusätzlich zu Rot, Grün und Blau noch Ultraviolett. Doch vor allem aus diesem Grund können Vögel viel besser zwischen ähnlichen Farben unterscheiden. Das ist wichtig, um beispielsweise den Reifegrad von Früchten mit einem Blick erkennen zu können. Vielleicht wirken die bunten Vogelhäuser aus diesem Grund sogar besonders anziehend. Sie heben sich von ihrer Umgebung ab. Von Weitem sind sie gut erkennbar. Und durch Erfahrung hat sich der Vogel an die Form eines Nistkastens oder Futterhäuschens gewöhnt. Wer selbst zum Pinsel greifen will und damit ein ganz individuelles Unikat schaffen möchte, nutzt die Kreativvillen zum Selbstbemalen in Natur von art+form.

Wie und wo wird das Vogelhaus am besten angebracht?

Das für jedes Vogelhaus passende Zubehör ist bei jeder Lieferung von art+form dabei. Also bei Vogelhäusern zum Stellen lange oder kurze Stangen. Nistkästen zum Hängen kommen im Set mit Aluminiumbügel. Doch nicht überall ist Platz für eine Stange. Auch der Haken passt nicht überall. Für diese Fälle gibt es Alternativen. Wenn beispielsweise nur ein Steinboden verfügbar ist, kann die Stange in einem Sonnenschirmständer verankert werden. Die kleinen Futterhäuschen oder Nistkästen können auch an Nägeln hängen. Auch die Montage mit Kabelbindern an der Balkonbrüstung ist denkbar.

Dürfen Vogelhäuser am Balkon angebracht werden?

Wer zur Miete wohnt, macht sich ab und zu Gedanken darüber, welche Einschränkungen es bei der Balkonnutzung gibt. Generell sind Vogelhäuser nicht verboten. Allerdings solltest Du darauf achten, dass Vogelfutter nicht auf den Balkon des unter Dir lebenden Nachbarn fällt. Vielleicht fühlt sich der Nachbar auch anderweitig gestört. Hier hilft es meist, miteinander zu reden. Wer rücksichtsvoll agiert, darf auch Rücksicht erwarten. Zuweilen ist auch im Mietvertrag geregelt, wenn die Benutzung des Balkons eingeschränkt ist.

 

Fragen zu Nistkästen

Hier findet Ihr alle wichtigen Fragen zu Nistkästen, also rund um ideale Standorte und Tipps zur Säuberung. Auch, ob und wie Nistmaterial bereitgestellt werden kann, wird oft gefragt. Hier sind die wichtigsten Antworten.

Benutzen Vögel auch die freihängenden Nistkästen?

Frei hängende Nistkästen sollten keine Schaukel sein, sondern sich möglichst wenig bewegen. Die Vögel bevorzugen im Normalfall eine feste Variante. Zur Befestigung an Bäumen eignen sich rostfreie Alu-Nägel oder Schrauben, alternativ feste Drahtbügel, die den Baum nicht schädigen. Nistkästen können auch an Mauern, Garagen, Balken, unter Dächern oder Giebeln aufgehängt werden. Achtet darauf, dass kein Wind oder Regen eindringen kann. Und über ein schattiges Plätzchen freuen sich die gefiederten Freunde ebenfalls. Sonst heizt sich das Quartier in der Mittagssonne zu stark auf.

Welches Nistmaterial kann Vögeln angeboten werden?

Die meisten Nistmaterialien finden Vögel im Garten. Grashalme, Blätter, feine Ästchen und Moos. Sie können den Vögeln aber auch gern behilflich sein. In geeigneten Behältern kann man Federn, Schafwolle und kurz geschnittene Wollfäden anbieten. Die Behälter werden zum Beispiel an einen Ast gehängt. Natürlich außerhalb der Reichweite von Katzen. Solche Behälter sind im Handel erhältlich. Man kann sie aber natürlich auch selber bauen. Die Öffnungen müssen einerseits klein genug sein, damit das Material trocken bleibt. Andererseits groß genug, damit die Vögel an das Angebot herankommen. Wer möchte kann auch etwas Heu im Garten ausstreuen.

Wie wird ein Nistkasten gereinigt?

Nistkästen sollten nach der Brutsaison gereinigt werden, um neuen Platz zu schaffen und die Belastung durch Flöhe, Milben oder Lausfliegen zu reduzieren. Am besten im Spätherbst. Der September gilt dafür als optimaler Zeitpunkt. In den kalten Monaten nutzen viele Vögel die Nistkästen gern als Schlafplatz. Bis dahin sollte man die alten Nester entfernt haben. Tragt zum Schutz vor Parasiten bei der Reinigung Handschuhe. Es genügt, das alte Nest zu entfernen und den Kasten bei stärkerer Verschmutzung auszubürsten. Verzichten Sie auf Insektensprays oder chemische Reinigungsmittel. Wenn Ihr den Zeitpunkt verpasst habt, reinigt zum Ende des Winters vor Beginn der Brutzeit. Kontrollen während der Brutzeit sollten allerdings vermeiden, um die Brut und Aufzucht der Jungvögel nicht zu stören. Die Dächer unserer Vogelvillen können leicht entfernt werden. Das Reinigen des Innenraums geht so mühelos vonstatten.

Wie können bestimmte Vögel angelockt werden?

Ihr möchtet gern einen bestimmten Vogel, der in Ihrem Häuschen brütet? Durch unterschiedliche Lochgrößen im Nistkasten können Sie die Vogelarten beeinflussen. Die Vogelvillen laden alle Meisen, Finken und Spatzenarten, recht herzlich zu sich ein. Die Außenmaße spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Ganz wichtig: das Flugloch zeigt idealerweise nach Südosten. Nisthilfen gleicher Bau- und Ziervogelart sollten in Abständen von mindestens zehn Metern aufgehängt werden.

Auch die Höhe der Anbringung kann Einfluss auf die Vogelart nehmen. In der Regel gilt: je größer der Vogel desto höher muss der Kasten. Für Singvögel in Gärten zum Beispiel auf Augenhöhe (1,5 bis 1,8 m), sonst eher 2 bis 3 m hoch.

Fragen zu Futterhäusern

Die letzten Fragen unserer FAQ Vogelvilla drehen sich allgemein um die Fütterung unserer gefiederten Freunde. Mit den Antworten stellen wir Euch einen kleinen Fütterkatalog bereit. Gerade in diesem Bereich habt Ihr vielleicht schon eigene Erfahrungen gemacht. Gerne könnt Ihr uns davon berichten.

 

Kann ein Futterhaus ganzjährig im Garten hängen?

Unbedingt. Ein über das ganze Jahr gefülltes Futterhaus führt zu einer höheren Aufzuchtrate von Jungvögeln. Viele Arten, die fortlaufend betriebene Futterstellen aufsuchen, können früher brüten. Ergebnis: mehr und höherwertigere Eier. Ein solcher Ort erreicht und unterstützt bis zu 50 Vogelarten, darunter auch viele im Zug der Klimaerwärmung immer früher heimkehrenden Zugvögel. Mit einem Futterhaus leistet man somit einen wertvollen Beitrag zum Vogelschutz und zum Erhalt der Artenvielfalt.

Darf im Sommer überhaupt gefüttert werden?

Es sollte sogar. Durch Revierverhalten, Nestbau, Aufzucht der Jungvögel ist der Energiebedarf im Sommer sogar höher als im Winter. Energieengpässe können durch die Fütterung überbrückt werden. Auch bei schlechtem Wetter finden viele Vögel zu wenig Futter. Während der Aufzucht müssen in diesem Fall zusätzlich längere Strecken geflogen werden und es entsteht ein höherer Energiebedarf. Keine Angst, die Vögel betreiben weiter Selbstversorgung. Sie suchen auf dem Boden nach Würmern und an den Pflanzen nach Blattläusen und anderen Insekten und Spinnen.

Was sollte wann gefüttert werden?

Man muss da keinen großen Unterschied machen. Generell mögen Vögel ganzjährig gerne Obst, Rosinen, Haferflocken, Nüsse, Sonnenblumenkerne, Mais, Getreide. Brot sollte man auf keinen Fall verfüttern, denn es enthält zu viele Zusatzstoffe. Unter den Wildvögeln gibt es Weichfutter-Fresser und Körnerfresser. So fressen zum Beispiel Amseln, Drosseln und Rotkehlchen am liebsten weiches Vogelfutter. Meisen, Spechte und Kleiber gehören ebenfalls zu den Weichfutter-Fressern. Diese Vögel gelten allerdings als „Allesfresser“, denn sie fressen im Winter auch Körner wie Sonnenblumen-Kerne, Mohn oder Hanfsamen. Finken, Sperlinge und Ammern zählen dagegen zu den sogenannten Körnerfressern. Ihre Schnäbel sind kräftiger als die der Weichfutter-Fresser. Sie fressen Sämereien.

Wie können Ratten und Mäuse vom Futterhaus ferngehalten werden?

Auch kleine Nager sind natürlich ständig auf der Suche nach Futter. Indem man den Bereich um Ihr Futterhäuschen herum, so sauber wie möglich halten. So kann man umgehen, dass Mäuse und Ratten zu Besuch kommen. Wir empfehlen einen Körnerfänger um zu vermeiden, dass lose Körner unter dem Futterhäuschen landen. Des Weiteren solltet Ihr die Tüten mit ungenutztem Vogelfutter in geschlossenen Kunststoffbeuteln oder in Tonnen mit fest verschließbarem Deckel aufbewahren.

 

Eure Story

Ihr habt auch Fotos Eurer glücklich bezogenen Vogelvilla und Futterhäuser oder Nistkästen? Und eine spannende Geschichte? Schickt diese gern an uns. Wir freuen uns über jedes erfolgreich vermittelte Zuhause und freuen uns über Euer Feedback.

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magazin@artundform.de

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