Räuchermänner, Räucherhäuschen und Räucherkerzen bei art+form
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Räuchermänner, Räucherhäuschen und Räucherkerzen bei art+form

Die Tradition des Räucherns, des Abbrennens kleiner kegelförmiger Kerzen, die nach Weihrauch, Sandelholz oder Fichte / Kiefer duften, hat ihren Ursprung im Erzgebirge. Von dort stammen auch die schönen Räucherprodukte von Jürgen Huss.

Für viele Menschen gehören Räucherhaus oder Räuchermann mit den kleinen Räucherkerzchen zur Vorweihnachtszeit und zum besinnlichen Fest am Jahresende einfach dazu. Was gibt es auch Schöneres, als den Duft frisch gebackener Kekse mit den Aromen von Weihrauch, Sandelholz oder Nadelgehölzen zu vermischen? Die Tradition, Weihrauch zu verbrennen, um die nähere Umgebung in wohlige Düfte zu tauchen, gibt es bereits seit der römischen Antike. Doch wie schaffte es ein heidnisches Ritual, das siegreiche Feldherren bei ihren Triumphzügen begleitete, in die heimischen Küchen und Wohnzimmer von Familien zur Adventszeit?

 

Die Tradition des Räucherns: vom altrömischen Triumphzug zur christlichen Liturgie

Heutzutage verbinden wir die Tradition des Verräucherns von Weihrauch mit der christlichen Liturgie. Das Räucheropfer sollte eine Verbindung zu Gott herstellen. Der Rauch steigt empor, und die Wohlgerüche machen das höhere Wesen auf die Abhaltung der christlichen Rituale aufmerksam. Doch auch auf die Gläubigen hatten die Wohlgerüche eine starke Wirkung.

Allgemein soll Weihrauch beruhigend, lösend und stimulierend wirken. Hildegard von Bingen empfahl Weihrauch bei der Behandlung von Schwerhörigkeit und Tinnitus; Sebastian Kneipp zählte das Harz des Weihrauchbaums, das die Römer Olibanum nannten, zu den Heilmitteln.

Dabei galt das Abbrennen von Weihrauch im jungen Christentum zunächst als Sünde. Immerhin verwendeten es die als Heiden betrachteten Römer für ihre Feste und Triumphzüge. Doch spätestens als Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert das Christentum zur Staatsreligion erhob, gehörte der Weihrauch zum rituellen Zeremoniell der Kirchen. Zudem fungierten die Wohlgerüche des Rauchs als Grabbeigaben. Weihrauch wurde eine reinigende Wirkung zugeschrieben. Daher wurde Weihrauch im Christentum vor allem in der Osterzeit verwendet.

Weshalb die Räucherkerze aber Einzug in Privathäuser hielt, ist heute nicht völlig geklärt. Vor allem der Ursprung im Erzgebirge, in Crottendorf, um etwa 1750 gibt Anlass zur Mutmaßung, dass es etwas mit dem dortigen Bergbau zu tun hat. Die Bergleute nahmen nämlich schon länger selbstgedrehte Räucherkerzen mit unter Tage. Und von dort wurden sie in die Familien des Erzgebirges getragen. Immerhin kann es kein Zufall sein, dass viele Räuchermänner auch heute noch aussehen wie Bergleute.

 

Schöne Objekte zum Räuchern von Jürgen Huss, Design im Dorf und Elisabeth Richter bei art+form

Sie tragen so ungewöhnliche Namen wie "Dr Weihrichkarzlmaa" oder "Neudorfer Raacherpfann'l". Das erste ist Erzgebirgisch für den Weihnachtsräuchermann, der alle Utensilien zum Räuchern am Leib trägt. Beim zweiten Objekt handelt es sich um eine kleine Räucherpfanne, die schlicht, aber effizient den Weihrauchduft eines Duftkegels im Raum verteilen hilft.

Jürgen Huss und sein Familienbetrieb Huss Weihrichkarzl im erzgebirgischen Neudorf kreieren nicht nur diese wunderbaren Vorrichtungen zum Abbrennen der Räucherkerzen. Auch die Kerzen selbst werden in Neudorf umweltbewusst und nachhaltig hergestellt. Dabei achtet Huss auf die Verwendung natürlicher Rohstoffe, so dass sich der Duft wirklich erst beim Verbrennen entfaltet.

Begonnen hat alles in den Jahren 1928/1929, als Kurt Huß, der Großvater von Jürgen Huss, seine ersten Karzl hergestellt hat, um sich und seiner Familie in der wirtschaftlich schwierigen Zeit eine zusätzliche Einnahmequelle zu ermöglichen. Aus feiner Holzkohle und natürlichen Harzen werden die "Weihrichkarzle" seitdem in Handarbeit gefertigt. In den 1950er Jahren haben Kurt und sein Sohn Siegfried Huß die HUSS Räucherkerzenfabrik gegründet.

Jürgen Huss schließlich gründete Anfang der 1990er Jahre die Firma HUSS Räucherkerzenherstellung neu und setzt seitdem die Tradition seines Großvaters und Vaters fort. Mit viel Liebe zum Detail, Mut zur Kreativität und dem besonderen Lokalkolorit der erzgebirgischen Mundart entwickelt Jürgen Huss immer neue Räucherobjekte rund ums Karzl und seine Freunde.

Mittlerweile ist das Karzl sogar lebendig geworden und berichtet regelmäßig in seiner leicht verrückten, übermütigen Art über Traditionen und Besonderheiten rund um Neudorf. Denn besonders bei Kindern sind die kleinen Weihrichkarzl, die so gut riechen, äußerst beliebt.

Weiterhin bietet art+form ein elegantes Räucherhäuschen von Design im Dorf an, das gleich ein paar wohlig riechende Kerzen in der Note Sandelholz mitbringt. Rauchhäuser für Schinken und allerlei andere leckere Räucherwaren haben in Deutschland eine lange Tradition. Und die greifen die Designer aus dem Schwarzwald für dieses schöne Räucherhäuschen wieder auf. Die schönen Räuchermänner von Elisabeth Richter sind Unikate und besonders schön als individuelles Geschenk geeignet. Die freischaffende Künstlerin, die aus Dresden stammt und heutzutage von Seifersdorf aus wirkt, hat die lustigen Kerlchen aus bunt bemalter Keramik exklusiv für art+form gestaltet.

Schauen Sie sich bei unseren Räucherwaren um. Versuchen Sie es einmal mit einem Räucherset. Probieren Sie erstmal nur die wohlriechenden Räucherkerzen von Jürgen Huss. Genießen Sie den Duft von Weihrauch in Ihrem Zuhause zur Weihnachtszeit - oder auch darüber hinaus.