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Dresden Kunst & Kultur Galerien Ausstellungen Vernissagen
| Ausstellung: | Brian Curling „Zugewandt“ |
| Ausstellungsort: | art+form, Bautzner Straße 11, 01099 Dresden |
| Ausstellungsdauer: | 31. Januar – 11. März 2021 |
| geöffnet: | vor Ort hoffentlich ab 15.02.2021 ab 31.01. unter www.artundform.de |
Schaut man sich die Arbeiten von Brian Curling an, so hat man nahezu das Gefühl, ein Gedicht zu lesen. Wie, als würde man in Erinnerungen schwelgend, die Vergangenheit und das Erlebte betrachtend - denn die Bilder von Brian Curling wirken wie visuelle Speicher von Klängen und Erlebnissen, welche in verdichteter Form wiedergegeben und aufs Papier gebracht wurden. Man erkennt feines Geäst, wiegende Gräser, abstrakte Formen und sich verzweigende oder ganz gradlinige Strukturen, die er in seinen Bildern übereinander lagert. Fast könnte der Eindruck entstehen, als würde Curling seine Umgebung sezieren. Schicht für Schicht!
Brian Curling wurde in der amerikanischen Stadt Cadiz im Bundesstaat Kentucky geboren und studierte Grafik, Buchkunst und Zeichnen u.a. an der University of Nebraska-Lincoln. Zahlreiche künstlerische Forschungsreisen brachten den Künstler neben einem Aufenthalt in Helsinki (2004) auch in die japanischen Städte Kyoto (2011) und Tokyo (2013). Die Einflüsse dieser Reisen scheinen prägend für Curling zu sein, da er beispielsweise das berühmte Japanpapier immer wiederkehrend für seine Werke verwendet und ein nicht wegzudenkendes Material in seinem bisherigen Œuvre ist. Von 2006 bis 2010 lebte er in Kairo und lehrte im Rahmen einer Assistenz Professur für Zeichnung, Druckgrafik und Buchkunst an der dortigen renommierten Amerikanischen Universität. Seit 2016 ist er neben seiner Tätigkeit als Künstler auch wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU Dresden an der Fakultät für Architektur im Bereich der Gestaltungslehre und Raumgestaltung.
Betrachtet man die Werke von Brian Curling, so kommt man nicht umhin, sich mit der Hochdruck-Technik des Holzschnitts zu beschäftigen, da diese einen wesentlichen Bestandteil in Curlings Werk einnimmt. Bei dieser Technik wird all das reliefartig weggeschnitten, was am Ende auf dem Papier nicht sichtbar sein soll. Die zurückgebliebenen und erhabenen Stellen werden im Anschluss eingefärbt und mit der Hand oder mit Hilfe einer Presse auf ein Papier gedruckt. Die bearbeiteten Holzplatten werden als Druckstöcke bezeichnet und fanden durch diese Ausstellung erstmalig den Weg aus dem Atelier Curlings hinaus.
Die feinen, auf Japanpapier gedruckten Holzschnitte werden von dem Künstler in mühevoller Handarbeit übereinander geschichtet und miteinander zu einem Ganzen verbunden. Auf diese Weise entstehen Bilder mit einer greifbaren Dreidimensionalität, die in ihren feinen Nuancen einzigartig sind.
Außer der erstmaligen Präsentation von Curlings Druckstöcken zeigte die Ausstellung neben einer Vielzahl filigraner Papierarbeiten auch großformatige Ölpastelle in einer neuen künstlerischen Bildsprache Brian Curlings.