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In der Ausstellung "districts" stellten wir Ihnen die in Dresden ansässige Künstlerin Conny Köckritz und den bisher vornehmlich in Berlin präsenten Künstler Matthias Brandt alias YAMAKASINO vor, die beide erstmals bei art + form Ihre Arbeiten zeigten: eine kontrastreiche Gegenüberstellung zweier künstlerischer Positionen im Erleben urbaner Realität.
Die Gemälde von Conny Köckritz zeigen in formaler Reduktion auf Form und Farbe vorrangig Ansichten städtischen Raumes. Ihre Darstellungen von Gebäuden, Garagen und Straßen rekurrieren in ihrer nüchternen Stimmung auf eine vergangene Zeit und berühren den Betrachter unmittelbar. Es sind malerisch mit viel Feingefühl ins Bild gesetzte Zeichen, die in Erinnerung bleiben.
YAMAKASINO schöpft für seine Arbeit aus Erfahrungen seiner Zeit als Graffiti-Artist. Er liebt Formen, Farben und Kontraste der großstädtischen Architektur, die er auf seinen Streifzügen mit der Kamera in interessanten Aufnahmen festhält. Durch ungewöhnliche Blickwinkel ergeben sich dabei spannende und überraschende Ansichten, die mittels künstlerischer Überarbeitung im Nachgang spannungsreiche farbige Bildkompositionen ergeben.
Anlässlich der Ausstellung erschien die Vorzugsedition "Neustadt Fibonacci" von YAMAKASINO, Fine Art Print auf Hahnemühle Photo Rag, in einer Auflage von 20 Exemplaren.
Auch jetzt noch können Sie online die Ausstellung besuchen:
Vor Ort in unserer Galerie finden Sie jederzeit zahlreiche weitere Arbeiten der Künstlerin und des Künstlers.
Vielen Dank für Ihr Interesse!
Architektonische Formen, Oberflächen und Räume des Urbanen bilden das gemeinsame Interessengebiet der Malerin Conny Köckritz und des Fotokünstlers YAMAKASINO. Beide verzichten in ihren Arbeiten auf Figurenstaffage, so dass der Blick des Betrachters sich allein auf Raum, Form und Farbe konzentriert. Während Köckritz ihre Motive im Medium der Malerei umsetzt, arbeitet YAMAKASINO mit Fotografien und digitalen Gestaltungstools: zwei sehr unterschiedliche Verfahren, in denen die beiden Kunstschaffenden jeweils das Spektrum zwischen Gegenstand und abstrakter, zuweilen geometrischer Form ausloten. Plattenbauten, Industriegelände, Garagen, Straßen oder Mauern geben ihnen Anlass zu Darstellungen verschieden gestimmter Raumeindrücke der Großstadt, ihrer Vororte und Bezirke.
Die Gemälde von Conny Köckritz berühren den Betrachter durch ihre schlichte und unaufdringliche Schönheit, welche die Künstlerin in scheinbar prosaischen Elementen wie z.B. den in Betonwänden eingelassenen bunten Glasbausteinen, den Detailausschnitten verschiedenfarbiger Streifenmarkisen oder im schlichten Mauerwerk und seiner über die Zeit gewonnenen Patina findet. Die leere Wand wird in den großformatigen Arbeiten wie „Schicht für Schicht“ und „Fragment“, zur schimmernd nuancenreichen Farbfläche. Die Farbpalette der Malerin reicht dabei von zarten Rosé- Weiß- und Blautönen über mannigfache Grauabstufungen und subtile gebrochene Erdtöne bis hin zu einer heitersonnigen Farbigkeit. Entsprechend wechseln melancholisch eingefärbte Trübungen mit sommerlichen Atmosphären. In ihren Arbeiten rekurriert die Künstlerin teilweise auf konkrete Orte, so verweist sie etwa in den Titeln der farbstarken Kompositionen mit Markisenausschnitten auf Leipzig-Grünau, Halle-Silberhöhe, Bautzen-Gesundbrunnen, Cottbus-Sandow sowie Stuttgart-Fasanenhof, Wohnsiedlungen, die in den Nachkriegsjahrzehnten durch serielles und modulares Bauen geschaffen wurden und deren egalitäre Gleichförmigkeit die Frage nach städtischen Exklusionsbereichen und sozialen Brennpunkten aufwerfen.
Conny Köckritz wurde 1972 in Pirna geboren und besuchte von 1988 bis 1990 die Abendschule an der HfBK Dresden bis sie von 1990 bis 1996 ein Studium der Germanistik und Kunst an der TU Dresden absolvierte. Seit 2012 ist sie Mitglied der Künstlervereinigung Blaue Fabrik e.V. und nahm an diversen Ausstellungen in Dresden, im Kreis Bautzen sowie in Berlin teil. Die Malerin lebt und arbeitet in Dresden.
YAMAKASINO setzt seine Eindrücke urbaner Umgebung grafisch und farbintensiv um. Seine meist in Berlin und anderen Großstädten aufgenommenen Fotografien, die er im Nachgang digital überarbeitet, weisen je nach gradueller Umgestaltung vorwiegend flächig-klare Strukturen auf: Scharf konturierte Flächen treffen im Spiel von Licht und Schatten in den Arbeiten „Lines and Shades I und II“ kontrastreich aufeinander. In „Rusty Rock I und II“ treten Gebäudeteile als monolithische Monumente in Erscheinung. Luftig mediterran wirken die während einer Spanienreise entstandenen Arbeiten „Airport“, „Punks behind a Wall“ und „Nosy Cloud“ und in poppiger Farbigkeit leuchten die Fotoarbeiten „Turquoise Arrow“, „Colorful Arrow“ und „City Waves I“ auf, die in der digitalen Bearbeitung von Aufwärtsperspektiven auf Hochhäuserfassaden plakative und überraschende Form- und Farbkompositionen ergeben.
Für seine künstlerische Arbeit schöpft YAMAKASINO aus Erfahrungen seiner Zeit als Graffiti-Artist. 1978 in Bielefeld geboren, arbeitete der Künstler nach einem Studium der Sportwissenschaften und einem Volontariat als Radio- und TV-Moderator sowie als Trainer für Präsentation und Moderation. Er schuf diverse Streetart- und Graffiti-Auftragsarbeiten für Privatpersonen, Firmen und öffentliche Träger. Seit 2012 arbeitet YAMAKASINO in Berlin als freier Künstler mit den Schwerpunkten Fotografie, Minimalismus, Architekturdarstellungen und urbanDecollage.
In der Ausstellung „districts“ konnten Sie interessante und spannende Eindrücke gewinnen und Anregung erhalten, städtische Umgebung und ihre Bauten mit verändertem Blick zu erleben.