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Michael Hofmann, längst etablierter und erfolgreicher Künstler und durch zahlreiche Ausstellungen, Projekte und Arbeiten in öffentlichem Besitz bekannt, ist seit 1977 kontinuierlich künstlerisch aktiv. Obgleich in Chemnitz geboren, darf man Hofmann doch als Dresdener Künstlerpersönlichkeit von überregionaler Relevanz begreifen, hat er doch bereits seit seiner Studienzeit an der Hochschule für Bildende Kunst in den 60er/70er Jahren hier seinen Lebensmittelpunkt, seit den 90er Jahren in Radebeul.
Hofmanns erzählende Bilder strahlen in ihrem persönlichen und unverwechselbaren Stil von gegeneinandergesetzten Farbflächen und klaren Linien eine lebensbejahende und heitere Grundstimmung aus. In formaler Konsequenz und Konzentration auf das Wesentliche stellen viele seiner Bilder Ansichten der Stadt Dresden sowie Landschaftseindrücke seiner Reisen dar. Oft steht bei ihm auch die Figur im Mittelpunkt, sei es in stilisierter Form nach literarischen Vorbildern, als Allegorie oder Porträt.
Die Ausstellung "Das Lächeln der Landschaft" zeigte neben Farbholzschnitten eine ganze Reihe neuer Ölgemälde des Künstlers: Landschaftsansichten, Stillleben und Interieurs.
Anlässlich der Ausstellung erschienen die Vorzugsgrafik "Zuneigung", ein Farbholzschnitt in einer Auflage von 20 Exemplaren.
Auch jetzt noch können Sie online die Ausstellung besuchen:
Vor Ort in unserer Galerie finden Sie jederzeit zahlreiche weitere Arbeiten des Künstlers.
Vielen Dank für Ihr Interesse!
Die Ausstellung „Das Lächeln der Landschaft“ mit Arbeiten von Michael Hofmann bot vom 23. Juli bis 31. August 2023 eine wunderbare Gelegenheit, die Leichtigkeit des Sommers auch künstlerisch zu erleben. Die Gemälde, Holzschnitte und Collagen aus verschiedenen Schaffensphasen des Künstlers verdeutlichten retrospektiv Aspekte seiner gestalterischen Entwicklung.
1944 in Chemnitz geboren, fand Michael Hofmann im Laufe seiner künstlerischen Tätigkeit große Anerkennung für sein mannigfaltiges und umfangreiches Werk. Heute kann der in Radebeul ansässige Künstler auf eine große Anzahl an Ausstellungen, Projekten und Auszeichnungen zurückblicken.
Das technische Spektrum Hofmanns reicht von Ölmalerei, Collage und Farbholzschnitt bis hin zu Glasfenstern, Keramik und Rauminstallation. Unsere Ausstellung zeigt in erster Linie Gemälde und Holzschnitte von Hofmann, in welchen das Erleben der Landschaft im Mittelpunkt steht. Neben Ansichten der näheren Umgebung, wie z.B. „Blick zur Burg Meißen“ sowie „Blick über das Meißner Land“ finden sich auch zahlreiche Bilder, die durch Reisen u.a. nach Italien, Portugal, Spanien und Schweden inspiriert wurden. Das Charakteristische des jeweiligen Ortes - wie etwa die Kuppel und der Campanile des Doms im Gemälde „Siena“ - erfasst Hofmann auf seine Weise in prägnanten Formen. In seinem persönlichen und unverwechselbaren Stil von gegeneinandergesetzten malerischen Farbflächen und Linien, die den Gegenstand in reduzierter Form erfassen, zuweilen auch nur andeuten, und durch das kompositorische In- und Miteinander der gestalterisch strukturierenden Elemente erzeugt der Künstler in seinen Bildern eine dynamische Gesamtwirkung. Zusammen mit der meist stark lichterfüllten Farbigkeit strahlen sie eine lebensbejahende Heiterkeit aus. Vergleicht man die früheren, in großzügigem Duktus gehaltenen Gemälde Hofmanns mit seinen neueren Malereien, lässt sich neben einer deutlich sichtbaren Hinwendung zu leuchtender und fröhlicher Farbigkeit auch die Zunahme einer erzählfreudigen Detailgenauigkeit feststellen, mit welcher der Künstler seine Gemälde ausschmückt.
Neben den atmosphärischen Landschaftsdarstellungen verweisen auch Hofmanns Interieurs auf ein luftiges Draußen. Vermittelnd sind hier die, wie auf einer Bühne geöffneten, Fenster und Türen im hinteren Bildraum, welche dem Betrachter den Blick auf eine Landschaft, einen Garten oder einen verwinkelten Straßenzug freigeben, so z.B. in den Gemälden „Der Traum der Isabelle“, „Ausblick“, „Blick in den Garten“ und „Morgenstille“. Bisweilen scheint in Hofmanns Bildern eine verhaltene Erotik auf… Im Vordergrund übersonnte Stillleben mit Südfrüchten wie Zitronen, Orangen oder Melonen, zusammen mit einer Flasche Wein und einem Teller mit Fisch oder Hummer suggerieren sinnliche Genüsse an lauen Sommerabenden und vermitteln uns ein Flair von Leichtigkeit und Lebenslust.
Hin und wieder wird der Betrachter durch witzige oder auch rätselhafte Details überrascht. Ein typisches Motiv bei Hofmann ist z.B. die Vogelsilhouette, die bereits in dem als Collage gearbeiteten „Großen Vogelbild“ (1998) mehrfach erscheint und in späteren Arbeiten wie in den Gemälden „Der Traum der Isabelle“ (2012) und „Vor dem Gewitter“ (2017) wiederkehrt – in seiner Bedeutung hintergründig und auf etwas Besonderes hinweisend: auf die Freiheit des Geistes, der Gedanken, Empfindungen und Traumbilder, vielleicht aber auch auf etwas Bedrohliches, Ungewisses, etwa in Form eines dunklen Schattens oder in Erwartung eines gewaltigen Unwetters.
Das Spiel der Gefühle und die Vorliebe für Musik und Tanz bilden weitere Motivkomplexe bei Hofmann, die er mit Freude, Humor und feiner Ironie variiert. In vielen Holzschnitten Hofmanns steht die Figur im Mittelpunkt, sei es in tänzerischer Bewegung oder in stilisierten Köpfen, die im Mit- und Zueinander von Begegnung und Zwiesprache in emotionalen Grundsituationen erscheinen, so etwa im Holzschnitt „Zuneigung“.
Die Ausstellung bot Gelegenheit, Werke des Künstlers aus verschiedenen Schaffensphasen nebeneinander zu sehen und zueinander in Beziehung zu setzen - und sich ganz einfach durch diese lebensfrohe Kunst anregen zu lassen.