Impressionen von der Vernissage

Sonntag, 3. August 2014, 11 Uhr

Begrüßung

Sonja Schilg, Schloss Wackerbarth
Ingeburg Feuerstack, art+form

Einführung +
Gespräch

Christine Knödler, Journalistin und Herausgeberin
im Gespräch mit dem Künstler Quint Buchholz

Musik

Florian Mayer, Violine

Zwischen den Zeilen ...

Christine Knödler im Gespräch mit Quint Buchholz


Was reizt Sie so daran, sich seit vielen Jahren mit Bildern, mit Malerei zu
beschäftigen?


Wir sind immer wieder versucht, Bilder "verstehen" und sie uns mit Worten
begreiflich machen zu wollen. Das Besondere an Bildern ist aber, dass sie ihre
eigentliche Wirkung in einem anderen Bereich jenseits des sprachlich Erfassbaren
entfalten. Das gilt für den Maler wie für den Betrachter. Wenn man einem Bild auf
die Spur kommen möchte, muss man sich Gefühlen anvertrauen, Assoziationen,
Träumen, der eigenen Imaginationsfähigkeit. Und nicht Sätzen, die etwas erklären
wollen. Wenn ich merke, dass ein Bild einen Betrachter berührt, vielleicht etwas
Verborgenes in ihm zum Klingen bringt, dann beglückt mich das.


Können Sie uns beschreiben, wie Ihre Bilder entstehen?


Das ist ein langsamer Prozess, der sich im Entwicklungsstadium einer Idee oft über
Jahre hinzieht. Dabei versuche ich nicht, mich zur Geduld zu zwingen, sondern
wirklich eine größtmögliche innere Ruhe zu finden, in der die Bilder sich langsam
entfalten und zeigen können. Geistesblitze, schnelle und sofort überzeugende
Ideen sind selten. Es ist mehr ein Ausprobieren und Verwerfen, ein Spiel mit
Möglichkeiten. Und irgendwann habe ich das Gefühl, jetzt stimmen einige Dinge
so, dass ich anfangen möchte, sie zu malen.


Und wann wissen Sie, dass ein Bild fertig ist?


Den richtigen Zeitpunkt zu finden, an dem man ein Bild beendet, verlässt, ist für
viele Maler ein schwieriger Punkt. Einer meiner wichtigsten Lehrmeister war, nicht
nur in Sachen Langsamkeit, der kanadische Maler Alex Colville. Ich bin seinen
Bildern, die alle in einem unglaublich zeitaufwendigen Malprozess entstanden
sind, als junger Kunststudent begegnet - ihm selbst allerdings nie. Für ihn war ein
Bild dann fertig, wenn er im Moment nichts mehr wusste, das er mit seinen
gegenwärtigen Fähigkeiten daran noch besser machen, dem Bild noch hinzufügen
könnte.


Sie haben einmal gesagt, Ihr Ziel sei es, dass sich die Betrachter in Ihre Bilder
einbringen können und diese in gewisser Weise vollenden.


Ja, das ist eine Grundidee, aus der heraus meine Bilder sich entwickeln, jenseits
der Lust am Malen an sich, die natürlich auch immer vorhanden sein muss. Dass
das Bild dem Betrachter einen Raum lassen soll, in dem er selbst assoziieren,
weitererzählen kann. Dinge zum Bild dazuerfinden kann, auf seine Weise. Zu klare
Ideen versuche ich so lange umzubauen, bis sie diffuser werden, ihre Eindeutigkeit
verlieren und ein bisschen zu schweben anfangen.


Wenn man durch die Sommerausstellung geht, könnte man das Gefühl
bekommen, Ihre Bilder wären geradezu für unsere Räume gemacht worden.
Als würden sie den Betrachter hier ganz besonders einladen, sie zu entdecken.


Das stimmt. Schloss Wackerbarth erweist sich als ein wunderbarer und sehr
besonderer Ort für meine Bilder. Dieses Gefühl hatte ich hier vom ersten
Augenblick an. Man ist ja fast geblendet und geradezu verzaubert von so viel
Schönheit und Licht. Wenn man die Bilder nun in diesen Räumen sieht, spürt man
aber auch, dass viele fachkundige Menschen mit großer Zuneigung und Hingabe
am Werden dieser Ausstellung beteiligt waren und dafür gesorgt haben, dass wir
jetzt hier so zusammen sein können.


Zitat:
"Malen ist für mich die Möglichkeit mich auszudrücken dort, wo ich mit meinen
Worten nicht weiterkomme."

art+form

Schloss Wackerbarth - Erlesen Sächsisch

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